Ausbildung in der Pflege

 

Mit Menschen für Menschen

Eine Ausbildung zur Pflegefachkraft bietet vielfältige Betätigungsfelder – Vier Mal im Jahr starten in der LungenClinic neue Auszubildende

Ausbildung
bietet viele
Einblicke

Der Patient blickt langsam auf, als die beiden Personen vor seinem Patientenbett stehen. Freundlich lächelt die junge Auszubildende Jasmine ihn an und erklärt ihm, dass sie gleich seinen Blutdruck messen wolle, worauf er ihr sofort seinen Arm entgegenstreckt. Der im Hintergrund stehende Praxisanleiter Fernando Götz beobachtet genau, was die Pflegeschülerin macht. Sie ist erst seit zweieinhalb Monaten in der Ausbildung zur Pflegefachkraft, doch sie agiert schon souverän und sicher. Nach der Messung des Blutdrucks gibt die junge Frau die Werte in die elektronische Patientenakte ein, während der Praxisanleiter ihr erklärt, wie die heutigen Werte im Zusammenhang mit dem Gesundheitszustand des Patienten zu sehen und welche Erkenntnisse daraus zu ziehen sind. 

Ein Praktikum oder ein Freiwilliges Soziales Jahr 
bieten erste Einblicke in den Beruf

Wer gerne mit Menschen für Menschen arbeiten möchte und sich für Gesundheitsthemen interessiert, für den ist eine Tätigkeit im Gesundheitswesen eine gute Option. Vor allem die Arbeit in der Pflege ist abwechslungsreich, innovativ und kreativ, wie viele während ihres zweiwöchigen Praktikums feststellen, das Voraussetzung für einen Ausbildungsplatz auf Station ist. Für ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) ist ein Tag Hospitation auf Station ausreichend. Das Praktikum ist für beide Seiten von Vorteil: Die potenziellen Bewerber:innen bekommen so einen Einblick in den Arbeitsalltag einer Pflegefachkraft und können so für sich prüfen, ob der Beruf für sie infrage kommt. Zudem bekommt der potenzielle Ausbildungsbetrieb einen Eindruck, ob die Praktikannt:innen für den Beruf mit seinen Anforderungen geeignet sind und vor allem, ob sie auch ins Team passen.

Vier Mal im Jahr beginnen in der LungenClinic zukünftige Pflegefachkräfte ihre Ausbildung. Zum 1. Februar, 1. April, 1. August und 1. Oktober starten sie in die dreijährige generalistische Ausbildung, die mit zahlreichen Praxiseinheiten, aber auch regelmäßigen Blockunterricht an einer der beiden Kooperationsschulen in Hamburg oder Bargteheide erfolgt. Jede Station hat eine Pflegefachkraft die als Praxisanleiter:in als Ansprechpartner:in für die Auszubildenden fungiert, zudem gibt es einen regelmäßigen Praxisanleitertag mit Fernando Götz, an dem die Auszubildenden innerbetrieblich am Patientenbett geschult werden. Jede Nachwuchskraft hat einen eigenen Ausbildungsordner für Hintergrundwissen und die Überprüfung der insgesamt in der Ausbildung zu erwerbenden Kompetenzen. Es geht im ersten halben Jahr vor allem um die Wahrnehmung, das Beobachten, die Erhebung von Vitalzeichen samt deren Analyse und Dokumentation sowie die Basishygiene. 

Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr wird 
zwischen LungenClinic und Berufsschule gewechselt, im zweiten Jahr gibt es 
Einblicke in andere Kliniken und Altenheime

Im ersten Lehrjahr kommt eine Lehrerin aus der Berufsschule und prüft, was der Auszubildende in der Praxis bereits kann. Der erste Tag der Ausbildung findet zum Kennenlernen zumeist in der LungenClinic statt, doch danach folgen mehrere Wochen in der Berufsschule, um ein Grundwissen zu erhalten. Erst dann geht es auf die Station und ans Krankenbett. Der Wechsel zwischen Schule und Praxiseinsatz erfolgt in der Regel alle sechs Wochen. Im ersten Lehrjahr sind 400 Stunden Orientierung auf Station laut Ausbildungsordnung vorgesehen. Im zweiten Jahr geht es dann darum, andere Bereiche der Pflege kennenzulernen. Und so sind mehrere Monate in der ambulanten und stationären Altenpflege vorgesehen, aber auch Kinder- und Jugendmedizin und in der Psychiatrie sind kurze Einsätze von zwei bis drei Wochen geplant. Im Bereich der Psychiatrie kooperiert die LungenClinic mit der Heinrich-Sengelmann-Klinik in Bargfeld-Stegen. Im dritten Lehrjahr geht es dann zurück auf Station der LungenClinic, wo 500 Stunden Praxiserfahrung dafür vorgesehen sind, das erlernte Wissen auch im Arbeitsalltag anzuwenden. Wer übrigens ein FSJ an der LungenClinic absolviert, sammelt nicht nur Praxiserfahrung auf seiner Station, sondern erhält auch Theorieunterricht. Der Internationale Bund bietet verschiedene Module an.

Familiäre Atmosphäre in der LungenClinic 
macht den Arbeitsplatz für viele zum zweiten Zuhause

„Eigentlich hatte ich einen anderen Ausbildungsberuf angestrebt, doch erst ein FSJ in der LungenClinic gemacht. Hier hat es mir dann so gut gefallen, dass ich jetzt eine Ausbildung in der Pflege mache“, erklärt Max seinen Weg in die Ausbildung. Er ist mit dem Übergang vom FSJ in die Ausbildung nicht allein, von den sieben bis acht FSJlern pro Jahr, fühlen sich drei bis vier jedes Jahr so wohl, dass sie gleich danach in die Ausbildung übergehen. Die familiäre Atmosphäre der LungenClinic sagt vielen zu. Gerade im Austausch mit anderen Auszubildenden in der Berufsschule hören sie früh, dass die Überschaubarkeit der LungenClinic mit ihren aktuell 179 Planbetten für die Ausbildung durchaus von Vorteil ist. Zudem erfolgt im zweiten Ausbildungsjahr der Einsatz in anderen Bereichen, so dass man auch mehr als Lunge lernt. „Wer zudem glaubt, Lunge sei langweilig, dem empfehle ich eine Internetrecherche“, so Max, der schnell erkannt hat, wie wichtig die Lunge für den gesamten Organismus ist und wie viele verschiedene Erkrankungen der Lunge es gibt. „Zudem haben viele unserer Patient:innen auch andere Erkrankungen, die wir mitbehandeln.“ Wenn Max von Verbänden, Thoraxdrainagen, technischen Geräten und Beatmung erzählt, spürt man seine Begeisterung trotz seiner sehr sachlichen Art.

Dankbarkeit der Patient:innen 
gibt der Arbeit einen tieferen Sinn

Sarah erinnert sich gern an ihre Ausbildung. Die liegt allerdings schon länger zurück. Von 2004 bis 2007 hat die Pflegefachkraft in der LungenClinic ihren Beruf erlernt, nach deren Bestehen sie sofort einen unbefristeten Vertrag und Weiterbildungsangebote erhielt. Seitdem arbeitet sie fast durchgängig auf Station 8. „Ich fühle mich hier Zuhause und habe daher noch nie ernsthaft an einen Arbeitgeberwechsel gedacht“, erklärt die Fachkraft. Die Dankbarkeit der Patient:innen gibt ihr Motivation. Sie liebt die Beständigkeit auf Station und gleichzeitig nutzt sie die Option, pro Monat zwei Schichten auf der Intensivstation zu leisten. Das gibt ihr andere Einblicke und bildet auch weiter. Vor allem erhöht es die Sicherheit bei einem Notfall auf ihrer regulären Station. Sarah fühlt sich in ihrem Team gut aufgehoben. „Individuelle Wünsche werden im Dienstplan zumeist berücksichtigt und ansonsten tauschen wir auch im Kollegium flexibel untereinander bei Bedarf Dienste“. 

Wer eine solide Ausbildung, einen sicheren Beruf und in einem guten Team mit vielen Expert:innen ihres Fachs arbeiten will, ist also in der LungenClinic gut aufgehoben. Wer Interesse an einem Praktikum oder einem Freiwilligen Sozialen Jahr hat, der schreibe bitte an Britta Liebe (b.liebe(at)lungenclinic.de) und wer mehr über die Ausbildung erfahren will, findet in Cindy Wittkopf, c.wittkopf(at)lungenclinic.de die richtige Gesprächspartnerin.