Lebensqualität gewinnen durch neue Therapieansätze
„Das war‘s. Jetzt erlebe ich nicht einmal die Einschulung meiner ältesten Tochter“, dies waren die ersten Gedanken, die Lars Meyer-Brozio vor fünfeinhalb Jahren in den Kopf kamen, als er die Diagnose Lungenkrebs in der LungenClinic Grosshansdorf erhielt. Mittlerweile genießt der junge Vater jeden Tag mit seiner Familie in vollen Züge, so wie es sein Gesundheitszustand eben zulässt. In wenigen Tagen wird sogar seine zweite Tochter eingeschult.
Nach einem langen aussichtslosen Weg von Ärzt:in zu Ärzt:in erhält der inzwischen 39-Jährige in der LungenClinic Grosshansdorf eine vollumfängliche Diagnostik, die nochmals alles aufrollt. „In unserer Fachklinik haben wir die Möglichkeit, eine sehr ausgiebige Diagnostik im stationären Rahmen vorzunehmen, um so eine ganz individuelle Therapie einzuleiten“, erklärt Dr. Birgit Hantzsch-Kuhn, Leitende Oberärztin Pneumologie/ Onkologie. Im Fall von Meyer-Brozio war dies eine Kombination aus Immun- und Chemotherapie. Bei Ersterer wird versucht, das körpereigene Immunsystem soweit zu mobilisieren, dass es die Krebszellen von allein bekämpft. Dr. Marlitt Horn, Hämatoonkologin und Leiterin der thoraxonkologischen Ambulanz der LungenClinic betreut Lars Meyer-Brozio nun schon seit fünf Jahren. Sie weiß um den wahren Boost auf dem Gebiet der Immuntherapie und der zielgerichteten Therapie anhand von Genmutationen in den letzten zehn Jahren, der die Behandlung entscheidend voranbringt. Oft kommen neue Medikamente zum Einsatz, welche eine Stabilisierung über einen längeren Zeitraum verschaffen. Für Patient:innen kann dies den Wandel zu einer chronischen Krankheit bedeuten und damit Lebenszeit schenken.
Hohe fachliche Expertise und Menschlichkeit gehören zusammen
In der LungenClinic, als einem der fünf größten Lungenkrebszentren in Deutschland, steht aber nicht nur das Fachliche allein im Vordergrund. „Wir sind hier alle mit dem Herzen dabei und betreuen unsere Patient:innen, die teilweise auch über einen langen Zeitraum bei uns behandelt werden, sehr eng. Sie sind nicht einfach nur Fälle, oft kennen wir die Geschichten hinter der Krankheit. Dies spüren die Betroffenen ganz genau und fühlen sich dadurch, trotz der schwerwiegenden Erkrankung, bei uns wohl“, beschreiben die Oberärztinnen Dr. Hantzsch-Kuhn und Dr. Horn das Zusammenspiel von hoher Fachlichkeit und Menschlichkeit. So ergeht es auch Lars Meyer-Brozio, der seit 2019 regelmäßig in Großhansdorf in Behandlung war und sich über die vertrauten Gesichter freut.
Im Moment erhält der bei Lüneburg ansässige Familienvater keine Medikation oder Behandlung, wird aber engmaschig überwacht. Es geht ihm gut und er hat gelernt, mit dem Krebs zu leben. „Ich kann nur jede und jeden ermutigen, in den eignen Körper hineinzuhören und bei Unsicherheiten auf eine Abklärung beim Spezialisten zu bestehen“, zieht Meyer-Brozio sein Fazit.
Lungenkrebszentrum profitiert von internationalen Studien
Lungenkrebs zählt trotz allen Fortschritts zu einer der gefährlichsten und der häufigsten tödlichen Krebsarten. Allein in Deutschland erhalten jährlich etwa 50.000 Menschen die Diagnose. Da für lange Zeit oft keine Symptome erkennbar sind, wird die Erkrankung meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium erkannt, in welchem schon andere Organe betroffen sein können.
Als seit 2012 von der deutschen Krebsgesellschaft durchgängig zertifiziertes Lungenkrebszentrum, unter der Leitung von Chefarzt Prof. Dr. Martin Reck, vereint die LungenClinic Grosshansdorf exzellente medizinische Versorgung, forscherische Ambitionen und ein zeitgemäßes Vorgehen zum Wohle der Patient:innen. Neben der umfassenden Diagnostik steht Patient:innen die Möglichkeit offen, sich im Rahmen internationaler Studien behandeln zu lassen, welche neue Erkenntnisse für Behandlungsmöglichkeiten schaffen. Zudem bieten die Fachärzt:innen des Lungenzentrums einen Zweitmeinungsservice für Diagnostik und Behandlung.
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Informationen über die LungenClinic Grosshansdorf
Die LungenClinic Grosshansdorf ist ein offizielles Lungenzentrum des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) in Norddeutschland. Die international anerkannte Fachklinik für sämtliche Erkrankungen der Lunge und Atemwege versorgt jährlich rund 12.000 Patient:innen stationär und ambulant in den Schwerpunkten Pneumologie, Onkologie, Palliativmedizin, Thoraxchirurgie und Anästhesie. Das Haus ist ein von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziertes Lungenkrebszentrum mit Mesotheliomeinheit, zertifiziertes Weaningzentrum nach der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin e. V. (DGP) sowie einziges in ganz Norddeutschland zertifiziertes Exzellenzzentrum für Thoraxchirurgie durch die Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie (DGT). Außerdem ist die LungenClinic Grosshansdorf ein Standort des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DZL) und nimmt damit eine führende Rolle in der Erforschung und Anwendung neuester medizinischer Erkenntnisse ein. Angesichts dieser dynamischen Entwicklung ist es umso bemerkenswerter, dass das Haus bereits im Jahr 1900 von der LVA der Hansestädte als Tuberkulose-Heilanstalt errichtet wurde.