Thoraxchirurgie

 

Führend in
unserem Fach

Mit mehr als 1.000 Operationen pro Jahr an Lunge, Brustkorb, Bronchialbaum, Luftröhre, Zwerchfell, Mittelbrustraum und Speiseröhre sind wir in diesen Bereichen die führende chirurgische Abteilung in Norddeutschland. 

Unsere Präzision
für Ihre Gesundheit

Wir sind das erste und einzige zertifizierte Exzellenzzentrum für Thoraxchirurgie in Norddeutschland. In den vergangenen 30 Jahren hat sich die Thoraxchirurgie in Deutschland zu einem hochspezialisierten operativen Fachgebiet entwickelt.

Unsere Abteilung hat diesen Fortschritt stets mit vorangetrieben. Mit bronchoplastischen und angioplastischen Operationstechniken wurde es möglich, mehr Lungengewebe – insbesondere bei Resektionen von Lungenkarzinomen – zu schonen und zu erhalten. Die Lebensqualität der operierten Patient:innen konnte damit entscheidend verbessert werden. Minimal-invasive Operationstechniken („Schlüssellochchirurgie“) haben wir schon über viele Jahre hinweg in unserer Abteilung etabliert und mitentwickelt. Wir bieten aktuell alle gängigen minimal-invasiven Operationsverfahren an, angefangen von Operationen an nicht intubierten Patient:innen bis hin zu uniportalen Operationen und dürfen insofern als ein Zentrum für minimal-invasive Thoraxchirurgie gelten, alles zum Wohle unserer Patient:innen, die dadurch wesentlich geringeren Belastungen ausgesetzt sind.


Minimal-invasive Operationstechniken erlauben
schonenden Eingriff und schnelle Genesung

Was uns täglich motiviert ist das Streben nach höchstmöglicher Qualität unserer Arbeit. Hierzu unterziehen wir uns freiwillig Zertifizierungsverfahren und externen Bewertungen. Unsere Stärke ist die Interdisziplinarität: Durch die enge Zusammenarbeit mit der Anästhesie, der Lungenabteilung und der Onkologie sind wir in der Lage, die Therapieempfehlung für unsere Patient:innen präzise, schnell und individuell ausgelegt zu entwickeln. Im Zentrum dieser Überlegungen steht die zu behandelnde Person mit all ihren Bedürfnissen. Trotz modernster Technik, kontinuierlicher Weiterentwicklung und konsequenter Spezialisierung eines Fachkrankenhauses bleibt der Dialog mit den Patient:innen und den Angehörigen das Entscheidende. 


Hohe Zahl an Eingriffen verbessert Patientensicherheit
und bewirkt extrem niedrige Komplikationsrate

Jährlich erfolgen an der LungenClinic Grosshansdorf über 1.100 Operationen an der Lunge, davon rund 80 Prozent onkologisch indiziert. Die hohe Anzahl an Operationen trägt nicht zuletzt zur nahezu fehlerfreien Routine bei. So sind beispielsweise postoperative Komplikationen: Bronchusstumpfinsuffizienzen, d. h. ungünstige Heilungsverläufe nach Nähten an den Bronchien, die zu schweren Komplikationen führen können, liegen beispielsweise bei 0,6 Prozent bei einer Sollvorgabe von weniger als 5 Prozent (siehe auch den Jahresbericht 2020).
 
Das Team um Chefarzt der Thoraxchirurgie Dr. Christian Kugler besteht aus elf Chirurgen, von denen fast alle mindestens eine Facharztausbildung haben, über 70 Prozent sind thoraxchirurgische Fachärzte. Dies ermöglicht eine 24-stündige, sieben Tage pro Woche kompetente Fachbesetzung des chirurgischen OP-Personals. Auch die unmittelbar angeschlossenen medizinischen und pflegerischen Bereiche ergänzen die Betreuung bestmöglich: So werden alle onkologischen Fälle präoperativ in der interdisziplinär besetzten, zwei Mal wöchentlich stattfindenden Tumorkonferenz besprochen, postoperativ steht eine Intensivstation mit spezialisiertem Personal bereit. Für den weiteren Heilungsprozess steht qualifiziertes Personal aus dem Bereich der Physiotherapie sowie Atmungstherapeut:innen zur Verfügung.

 

 

Kontakt 
Thoraxchirurgie


Chefarzt
Dr. med. Christian Kugler

Sekretariat
Frau S. Bajunaid
E-Mail: s.bajunaid(at)lungenclinic.de
Tel.: 04102 / 601 - 2201
Fax: 04102 / 601 - 7200

Besondere
Leistungen 

Lungenkrebs / Lungenkarzinom / Bronchialkarzinom

Die meisten Operationen im Zusammenhang mit Lungenkrebs erfolgen mit der Zielsetzung einer Heilung. Grundlage hierfür ist, dass der Krebs noch nicht im Körper gestreut hat. Zusätzlich muss gewährleistet sein, dass die jeweiligen Patient:innen ausreichende Reserven haben, um den geplanten Verlust von Lungengewebe zu verkraften. Aktuell stellt die Operation nur in ganz besonders günstigen Fällen die alleinige Therapieform dar: häufig sind zusätzliche Therapien (Chemotherapie, kombinierte Radio-Chemotherapie, Immuntherapie, zielgerichtete Therapien) der Operation vor- oder nachgeschaltet, um die bestmöglichen Heilungschancen zu erzielen. Jede dieser Therapieplanungen erfolgt in einem interdisziplinären Tumorboard. Die LungenClinic ist ein zertifiziertes Lungenkrebszentrum, das eine besondere Prozessqualität und Strukturqualität für diese Krebsbehandlungen bereithält.

Wenn die Operationsindikation gestellt ist, dann kann der Eingriff in mehr als der Hälfte der Fälle minimal-invasiv („Schlüsselloch-Chirurgie) durchgeführt werden. Es sind aber zum Teil auch operationstechnisch sehr aufwendige Verfahren notwendig, um den Krebs vollständig zu beseitigen: Die Entfernung von Teilen der Wirbelsäule, der Brustwand, der Luftröhre, der großen Blutgefäße sind nur einige Beispiele hierfür. Unsere Klinik ist in diesem Bereich hoch spezialisiert und bietet alle diese Operationsverfahren an, wenn notwendig auch in gemeinsamer Zusammenarbeit mit anderen chirurgischen Fachdisziplinen.
Aber ebenso wie ausgedehnte Resektionen stellt das Erhalten/Schonen von Lungengewebe eine besondere Herausforderung dar. Hierzu dienen z.B. die bronchoplastischen oder angioplastischen Operationen (s.u.).

Mesotheliomeinheit

Im Dezember 2021 wurde auch unsere Mesotheliomeinheit zertifiziert. Die Zertifizierung der seltenen Erkrankung ist erst seit Sommer 2021 möglich. Voraussetzungen für die Zertifizierung sind das Angebot von speziellen Mesotheliomsprechstunden, strukturierte Prozesse, einer systematische klinische Dokumentation und einer Mindestfallzahl, die wir um mehr als das Doppelte erfüllen. Ein vielversprechender innovativer Therapieansatz ist die Hypertherme Intrathorakale Chemotherapie (HITHOC), bei der nach der Operation verbliebene mikroskopische Tumorreste durch die Kombination aus Chemotherapie und Wärme effektiv zerstört werden.

Ala Shweikani
Oberarzt Thoraxchirurgie
Mesotheliomsprechstunde (dienstags 14 bis 15 Uhr oder nach Vereinbarung)

Terminvergabe zur ambulanten Vorstellung:
Frau S. Bajunaid
Tel.: 04102 / 601 - 2201
Fax: 04102 / 601 - 7200
E-Mail: s.bajunaid(at)lungenclinic.de

 

Lungenmetastasen

In der Behandlung von Lungenmetastasen bieten wir Ihnen eine spezielle Sprechstunde an:

Dr. Derya Gökce-Gün
Oberärztin Thoraxchirurgie

Terminvergabe zur ambulanten Vorstellung:
Frau S. Bajunaid
Tel.: 04102 / 601 - 2201
Fax: 04102 / 601 - 7200
E-Mail: s.bajunaid(at)lungenclinic.de

 

Bronchoplastische Operationen

Der Erhalt von Lungengewebe hat bei unseren Operationen einen hohen Stellenwert. Früher bedeutete die zentrale Lage eines Tumors fast automatisch die Entfernung des ganzen Lungenflügels. Heute steht der Organerhalt unter Beachtung der onkologischen Prinzipien im Vordergrund. Bei bronchoplastischen Operationen werden Teile der Lunge nach Entfernung des tumortragenden Lungenlappens an zentralen Stellen wieder eingepflanzt. 

Angioplastische Operationen 

Vergleichbar zu unseren bronchoplastischen Operationen wird nach Entfernung der betroffenen Lungenabschnitte die Durchblutung durch Rekonstruktion der arteriellen Versorgung wiederhergestellt. Die Entfernung ganzer Lungenflügel kann damit häufig vermieden werden.

Pleuraerguss / Rippenfellerguss 

Die chirurgische Behandlung des Pleuraergusses gilt als diagnostisch und therapeutisch, sofern eine Diagnose nicht bereits vorhanden ist. In einzelnen Fälle ist eine präoperative Entlastung des Ergusses mittels Anlage einer Thoraxdrainage erforderlich. Hierbei könnten diverse Untersuchungen zur Bestimmung der Entität des Ergusses veranlasst werden. Grundsätzlich führen wir fast alle unsere Pleuraergusseingriffe minimal-invasiv („Schlüsselloch-Chirurgie) durch, außer bei komplexen Befunden mit aufwendiger OP-Technik, in welchen eine Erweiterung des Zugangs erforderlich ist. Je nach radiologischen und intraoperativen Befund wird entschieden, ob eine Verklebung der Lunge mittels Puder (Talkum Pleurodese) oder die Anlage einer Dauerdrainage sinnvoll ist. Nach einer Verklebung der Lunge wird die liegende Drainage meistens bei einem regelrechten Verlauf nach fünftägigem Sogintervall entfernt. Im Falle einer Dauerdrainagenanlage wird im Rahmen des stationären Aufenthaltes über unseren Sozialdienst die häusliche Versorgung durch einen Pflegedienst organisiert bzw. in die Wege geleitet.

Pneumothorax

Erstereignis: Wenn der Kollaps der Lunge zum ersten Mal auftritt, ist zunächst die Anlage einer Thoraxdrainage essentiell; diese wird in der Regel in einer lokalen Betäubung angelegt; Die Wiederentfaltung der Lunge wird dann mittels einer erneuten Röntgenaufnahme kontrolliert. Bei wiederausgedehnter Lunge wird die Durchführung eines Thorax-CTs empfohlen, um strukturelle ursächliche Veränderungen, insbesondere in der Lungenspitze zu erfassen.

Sollten strukturelle Veränderungen bestehen, sogenannte Bullae/Blasen ist bereits bei einem Erstereignis die Operation zu empfehlen. 
Ansonsten ist die konservative Drainagetherapie bei unkompliziertem Pneumothorax (Erstereignis ohne Undichtigkeit der Lunge und ohne wesentliche strukturelle Veränderungen) die Therapie der Wahl.

Zweitereignis: Auch hier ist zunächst die prompte Drainagetherapie notwendig. Wenn der Pneumothorax zum zweiten Mal auf der gleichen Seite auftritt, ist nach der Drainageanlage die Operation die Therapie der Wahl. Diese wird als Brustkorbspiegelung, eine sogenannte  Videothorakoskopie (VATS) durchgeführt.
Hierbei werden, in den meisten Fällen, über zwei Schnitte seitlich am Brustkorb eine Kamera und das notwendige Instrumentarium in die Brusthöhle eingebracht. Die Lunge wird inspiziert und mit einer „Wasserprobe“ untersucht. Hierbei wird ähnlich wie bei der Fahrradschlauch-Reparatur Wasser eingebracht und die Lunge beatmet, so dass eine Undichtigkeit der Lunge durch Luftbläschen sichtbar wird. Dieser Teil wird dann entfernt. Auch Vernarbungen im Bereich der Lungenspitze, die das Risiko des Wiederauftretens erhöhen werden so entfernt.

Als zusätzliche Maßnahme erfolgt die Entfernung des Rippenfells um eine Verklebung der Lunge mit der Brustwand herbeizuführen und somit ein Wiederauftreten des Pneumothorax zu verhindern.

Abschließend erfolgt erneut eine Drainageanlage und die Operation ist beendet. Die Drainage verbleibt ca. 5 Tage um eine regelhafte Verklebung zu erreichen. Nach Entfernung der Drainage muss die Patient:in noch eine Nacht im Krankenhaus verbleiben und am Folgetag eine erneute Röntgenkontrolle durchführen.
Bei älteren Patient:innen mit Lungenemphysem ist möglicherweise eine Verklebung mit Talkumpuder indiziert, da die strukturellen Veränderungen in diesem Fall die gesamte Lunge betreffen und nicht einer bestimmten Region zuzuordnen sind, den man entfernen könnte. Das Talkumpuder führt über eine lokale Entzündungsreaktion des Rippenfells auch zu einer Verklebung mit der Lungenoberfläche.

Lungenemphysem

Die chirurgische Therapie des Lungenemphysems wird nicht für alle Patient:innen empfohlen, weshalb jeder Fall in einer Empyhsemkonferenz diskutiert wird. Am häufigsten wird die sogenannte Lungenvolumenreduktions-Operation durchgeführt und in Einzelfällen eine Lungentransplantation.

Ziel ist es, die am stärksten emphysematös veränderten und somit funktionslosen Areale zu resezieren, damit die verbleibenden Lungenanteile effizienter funktionieren können, die Sauerstoffaufnahme erleichtert wird und sich die Lebensqualität verbessert.
Erfüllen die Patient:innen folgenden Kriterien ist eine operative Therapie sinnvoll:

  • Lungenemphysem im Endstadium, insbesondere bei emphysematösen Veränderungen in den Oberlappen
  •  jünger als 75 Jahre
  • Strikte Nikotinkarenz über mindestens 6 Monate
  • Trotz Atemrehabilitation keine verbesserte Belastbarkeit
  • Vollständig ausgereizte medikamentöse Therapie

Zur Evaluation erfolgt eine pneumologische und thoraxchirurgische Vorstellung und es werden folgende Untersuchungen durchgeführt:

  • Lungenfunktionstests
  • 6-Minuten-Gehtest
  • BGA
  • CT-Thorax
  • EKG
  • Spiroergometrie 
  • Ggfs. Perfusions-Ventilations-Szintigraphie der Lunge

Die Operation wird in Vollnarkose durchgeführt und meist mittels Schlüssellochoperation (VATS) und in einigen Fällen mittels offener Operationstechnik. Die Operationsmethode, Thoraxdrainage, perioperative Abläufe und Risiken werden in Rahmen eines Aufklärungsgesprächs ausführlich besprochen. Die durchschnittliche Dauer des stationären Aufenthaltes beträgt 10 Tage und ist abhängig von den Nebenerkrankungen und eventuellen postoperativen Komplikationen (z.B. „Luftleckagen“, Lungenentzündung, etc). Im Anschluss an den Klinikaufenthalt wird zeitnah eine Anschlussheilbehandlung empfohlen. 

Trichterbrust / Brustkorbdeformitäten

Die LungenClinic gehört bei der Behandlung einer Trichterbrust auf nationaler Ebene zu den „Top Ten“ und ist in Norddeutschland sogar führend.

Dr. med. S. von Weihe
Leitender Oberarzt Thoraxchirurgie
Trichterbrustsprechstunde (montags 13 bis 15 Uhr oder nach Vereinbarung)

Terminvergabe zur ambulanten Vorstellung:
Frau S. Bajunaid
Tel.: 04102 / 601 - 2201
Fax: 04102 / 601 - 7200
E-Mail: s.bajunaid(at)lungenclinic.de

Trachea

Die Luftröhre ist in ihrer Funktion absolut lebenswichtig. Bei Störungen dieser Funktion kommt es mit Luftnot zu einem Symptom, das für die Patient:innen sehr belastend und quälend ist. Neben Tumorerkrankungen der Luftröhre sind hierfür auch gutartige Prozesse wie Entzündungen oder Narbenbildungen der Auslöser, auch Kompression aus der Umgebung der Luftröhre kommt hierfür in Frage. Manchmal sind die Veränderungen auch angeboren oder die Ursache bleibt ungeklärt (idiopathisch). Die chirurgische Therapie ist oft nur auf Basis einer besonderen Erfahrung möglich, müssen doch hierbei ganze Teile der Luftröhre entfernt werden oder komplexe Umgestaltungen des Luftweges oder Rekonstruktionen erfolgen. Eine weitere Herausforderung liegt darin, dass während der Operation der Körper der Patient:innen weiterhin mit Sauerstoff versorgt werden muss.

Viele Forschungs-Aktivitäten haben die Zielsetzung, einen künstlichen Luftröhrenersatz zu entwickeln, aber hierbei sind noch keine bahnbrechenden Ergebnisse erzielt, die in der Patientenversorgung routinemäßig zum Einsatz kommen können.

Häufig muss auf Grund dieser Problematik eine „Umkonstruktion“ des Luftweges erfolgen – technisch sehr aufwändige Prozeduren. Unsere Abteilung führt solche Eingriffe regelmäßig durch und die langjährige Erfahrung hat es möglich gemacht, dass wir eine neue Operationsmethode auf diesem Gebiet entwickeln und publizieren konnten. 

Kinder-Thoraxchirurgie

Die Kinder-Thoraxchirurgie benötigt eine wesentliche Grundlage: Die Bereithaltung einer spezialisierten Kinder-Intensivstation. Solche Behandlungseinheiten sind nicht überall verfügbar und meist nur regional angeordnet. So müssen zum Teil verschiedene fachliche Expertisen zueinander gebracht werden. Zu diesem Zweck besteht eine Kooperation unserer Klinik mit der Kinderchirurgischen Klinik des Universitäts-Klinikums Hamburg Eppendorf, innerhalb derer wir die operative Behandlung von Kindern, auch Früh- und Neugeborenen unterstützen.

Die Erkrankungen stellen in ihrer individuellen Ausprägung oft sehr seltene Konstellationen bzw. Raritäten dar, so dass sich bei den Therapeuten über viele Jahre hinweg die entsprechende Expertise aufbauen muss. Wir sind seit über 20 Jahren Teil dieser Kooperation. 

Minimal-invasive Thoraxchirurgie

Der Erfolg von thoraxchirurgischen Operationen – insbesondere ein komplikationsloser perioperativer Verlauf – hängt davon ab, dass die Patient:innen schnell nach dem Eingriff schmerzfrei atmen und husten können und eine frühzeitige Mobilisation gewährleistet ist. Es gibt eine Vielzahl von Faktoren (siehe ERAS), die das beeinflussen, einer davon ist das Operationstrauma. Um das zu verringern hat sich auch unsere Abteilung seit vielen Jahren nicht nur der Etablierung von minimal-invasiven Operationsverfahren („Schlüsselloch-Chirurgie“) gewidmet, sondern auch aktiv an der Entwicklung solcher Techniken beteiligt. Gegenwärtig bieten wir das gesamte Behandlungsspektrum auf diesem Feld an und die Wahl der optimalen Methodik wird stets auf den einzelnen Patient:innen individuell abgestimmt.

Wir erfassen unsere Behandlungsergebnisse und können zeigen, dass unsere Klinik im Vergleich mit anderen Kliniken hervorragende Ergebnisse für unsere Patient:innen erzielt. Unsere Abteilung ist ein zertifiziertes „Exzellenzzentrum für Thoraxchirurgie“ (nach DGT).

Robotische Thoraxchirurgie

Als eine der ersten Kliniken in ganz Deutschland verwenden wir die erst seit kurzem verfügbaren Spezial-Instrumente der Firma Livsmed. Hierbei handelt es sich um sogenannte „Surgeon powered robotic instruments“ (vom Chirurgen direkt gesteuerte robotische Instrumente). Diese Instrumente haben durch eine hochkomplexe Feinmechanik im Vergleich zu herkömmlichen OP-Instrumenten zusätzliche Freiheitsgrade. Insgesamt gewinnt die Durchführung von Operationen unter Zuhilfenahme eines Roboters auch in der Thoraxchirurgie immer mehr an Bedeutung. Unser leitender Oberarzt, Dr. von Weihe, hat bereits 2008 am IRCAD in Straßburg sein Training als Roboterchirurg („Console-Surgeon“) absolviert und anschließend zahlreiche Operationen mit dem mehrere Millionen Euro teuren Da-Vinci-System durchgeführt. In den letzten Monaten sind zudem mehrere neue Hersteller mit eigenem Robotern an den Markt gekommen. Die Hauptvorteile dieses OP-Verfahrens sind:

  • Die dreidimensionale Erfassung des OP-Gebietes
  • Der zusätzliche Freiheitsgrad der vom Roboter geführten Instrumente (ähnlich der Beweglichkeit unserer Handgelenke) 
  • sowie die Möglichkeit, dass der Operateur nicht am OP-Tisch steht, sondern separat an einer Konsole sitzt und von dort aus operiert.

Durch die neuen Spezial-Instrumente von Livsmed steht uns die zusätzliche Beweglichkeit als wesentlicher Vorteil der robotischen Chirurgie zur Verfügung. Zudem wird im Rahmen der Erneuerung der Kamera- und Bildwiedergabe-Systeme im OP die 3D-Darstellung in allen OP-Sälen eingeführt. Hierdurch haben wir alle wesentlichen Vorteile der Roboter-Chirurgie in der LungenClinic für uns realisieren können.  Die daraus resultierenden zusätzlichen operativen Optionen nutzen wir zum Vorteil und Wohle unserer Patient:innen. 

ERAS

Die Begrifflichkeit „ERAS“ (= „Enhanced Recovery after Surgery“) umschreibt das Bemühen, alle Patient:innen  möglichst komplikationsfrei durch die Operationsphase zu führen, die individuellen Risiken zu minimieren, das Behandlungsziel schnell und exakt zu erreichen, die Regenerationsphase kurz zu halten und dabei eine möglichst hohe Lebensqualität zu erreichen.

Minimal-invasive Operationsverfahren (s.o.) sind nur ein Faktor, der dieses Bemühen zum Erfolg führt. Zum Teil beginnt das Programm schon vor der Operation im Sinne einer Vorbereitung wie Rauch-Entwöhnung, antibiotische Therapie oder spezifische Atem- und Physiotherapie. Nach der Operation sind Konzepte zur Schmerzprophylaxe, differenzierte Ernährungsprogramme, der engmaschige Einsatz von physiotherapeutischer Betreuung, Ausstattung mit geeigneten Hilfsmitteln, psychotherapeutische Hilfestellung, spezialisierte Wundpflege, kontrollierte Sauerstofftherapie, Koordination und Organisation von Rehabilitationsverfahren und das Erstellen von interdisziplinären Behandlungsplänen wichtige Bestandteile eines solchen ERAS-Programmes. Für alle unsere Patient:innen versuchen wir Tag für Tag alle diese Einflussgrößen auszutarieren, um den bestmöglichen Behandlungserfolg zu erzielen.

 

aMBULANT

Nicht jede Erkrankung erfordert einen Krankenhausaufenthalt.

Termine für eine ambulante Untersuchung oder Behandlung werden von den zuständigen Sekretariaten vergeben.

ZU DEN AMBULANZEN

 

 


Diagnoseverfahren

Fundierte Diagnose
ist Basis 

Hier finden Sie eine Übersicht der bei uns durchgeführten Diagnoseverfahren. 

 

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