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Schlagapnoe

Die Schlafapnoe beschreibt das wiederholte Auftreten von Atempausen während des Schlafs. Nur selten handelt es sich um eine zentrale Störung der Atemsteuerung. Meist liegt eine obstruktive Schlafapnoe vor, die häufigste Form einer schlafbezogenen Atmungsstörung. Sie wird verursacht durch einen Rachenkollaps, ausgelöst durch eine im Schlaf erschlaffende Schlundmuskulatur. Diese Form der nächtlichen Atmungsstörung tritt gehäuft bei übergewichtigen Personen, bevorzugt in Rückenlage, auf.

Symptome &
Ursachen

Typische Symptome einer Schlafapnoe sind lautes, unregelmäßiges Schnarchen und meist vom Partner/in wahrgenommene Atemaussetzer. Diese nächtlichen Atempausen dauern nicht selten bis zu einer Minute und können 300mal und mehr pro Nacht auftreten. Diese Atmungsstörung kann schwerwiegende Folgen haben: das Risiko für Herzkreislauferkrankungen (z.B. Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, Rhythmusstörungen) ist deutlich erhöht. Durch wiederholtes Hochschrecken aus dem Schlaf, sogenannte Weckreaktionen („arousals“), ist der Nachtschlaf gestört und nicht mehr erholsam. Es herrscht das Gefühl vor „schlecht geschlafen zu haben“ oder morgens „wie gerädert zu sein“. Eine ausgeprägte Tagesmüdigkeit mit Einschlafneigung („Sekundenschlaf“) ist die Folge.

Außerdem kann es langfristig zu tiefgreifenden Regulationsstörungen kommen, die unter anderem Störungen des Zuckerhaushaltes, Nachlassen der geistigen Leistung und Potenzstörungen nach sich ziehen können. In vielen Fällen liegt ursächlich ein Übergewicht vor, aber auch Lebensalter, Geschlecht (Männer häufiger betroffen) und individuelle Veranlagung spielen eine wichtige Rolle. 

Diagnose

Bei entsprechenden Beschwerden (schnarchen, Atempausen, Tagesmüdigkeit) ist zunächst eine ambulante nächtliche Voruntersuchung („Screening“) beim Facharzt notwendig. Bei einem auffälligen Befund erfolgt eine Überweisung in unser ambulantes Schlaflabor. Hier wird die notwendige nächtliche Diagnostik (Polysomnographie) durchgeführt, um in Abhängigkeit von der Schwere des Befundes eine individuelle Therapieempfehlung zu ermöglichen.

Behandlung

Neben spezifischen Empfehlungen zur Schlafhygiene kommen in unserem Schlaflabor alle Formen der nächtlichen Überdrucktherapie (Maskentherapie) zum Einsatz. Neben der klassischen CPAP-Therapie („continuous positive airway pressure“) kommen auch neuere Therapieformen wie Bilevel oder ASV (adaptive Servoventilation), speziell für Patient:innen mit Cheyne-Stokes-Atmung, zum Einsatz. Diese Therapien werden bei einer Schlafapnoe individuell durch unser Fachpersonal angepasst und geschult. 


 

Beratung & Hilfe

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