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Sarkoidose

 

Die Sarkoidose ist eine Erkrankung noch nicht geklärter Ursache, bei der sich im Bindegewebe betroffener Organe mikroskopisch kleine entzündliche Knötchen, sogenannte Granulome, bilden. In 90 Prozent der Fälle sind Lunge und die Lymphknoten an der Lungenwurzel beteiligt, prinzipiell kann fast jedes Organ betroffen sein. Entsprechend vielgestaltig kann sich die Krankheit präsentieren.

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Symptome &
Ursachen

Die Sarkoidose kann in jedem Lebensalter auftreten, einen Erkrankungsgipfel findet man zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr. Die Erkrankung kann sich ohne jegliche Symptome entwickeln und fällt dann manchmal nur zufällig auf, in anderen Fälle bestehen Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Leistungsschwäche, Gewichtsverlust oder Fieber. Organbeschwerden treten in Abhängigkeit von der Zahl und Verteilung der Entzündungsknötchen auf, bei einer Lungenbeteiligung zum Beispiel in Form von Husten oder Atemknappheit bei körperlicher Anstrengung. Man unterscheidet eine akute von einer chronischen, also anhaltenden, Verlaufsform.

Bei der akuten Sarkoidose kommt es oft zu plötzlichen starken Gelenkschmerzen im Bereich der Sprunggelenke, schmerzhaften braunroten Hautverdickungen an der Streckseite der Unterschenkel und Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit und körperlicher Schwäche. Die Beschwerden bilden sich in der Regel nach 4 - 8 Wochen spontan zurück und bedürfen nur einer die Symptome lindernden Behandlung. Symptome einer chronischen Sarkoidose entwickeln sich dagegen häufig schleichend in Form von Allgemeinsymptomen und / oder Funktionsstörungen der betroffenen Organe.

Diagnose

Eine Röntgenuntersuchung des Brustkorbes gehört zu den ersten Untersuchungen beim Verdacht auf eine Sarkoidose. Oft ist ergänzend auch eine Computertomografie des Brustkorbes angezeigt. Die Diagnose kann durch eine mikroskopische Untersuchung von Gewebsproben aus befallenen Organen gesichert werden. Je nach Beschwerdebild und auffälligen Befunden kommen weitere Untersuchungstechniken zur Klärung möglicher Organbeteiligungen zum Einsatz. 

Behandlung

Erfreulicherweise klingt die Sarkoidose in etwa 75 Prozent der Fälle innerhalb der ersten 1-2 Jahre ohne spezielle Maßnahmen von alleine wieder ab, so dass oftmals zunächst eine abwartendes Verhalten mit Kontrolle der auffälligen Befunde möglich ist. Bei starken Beschwerden oder bei relevanten Störungen seitens der betroffenen Organe kann aber eine medikamentöse Therapie bei einer Sarkoidose erforderlich sein. Unser heutiges Wissen erlaubt aber keine medikamentöse Therapie, die die Erkrankung zum Ausheilen bringt.

Um Sarkoidose zu beeinflussen, werden verschiedene Medikamente eingesetzt, die auf das Immunsystem wirken und so die entzündliche Aktivität der Erkrankung bremsen. In vielen Fällen gehört auch Cortison zu den eingesetzten Therapien. Durch die Maßnahmen lassen sich ungünstige Langzeitfolgen in der großen Mehrzahl der Fälle verhindern. 


 

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