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Lungenhochdruck

Bei der pulmonalen Hypertonie kommt es zu einem Anstieg des Blutdrucks in den Lungengefäßen, über die das sauerstoffarme Blut von der rechten Herzkammer bis in die feinen Lungengefäße gepumpt wird. Normalerweise beträgt der Blutdruck in den Lungengefäßen nur ein Viertel des Blutdruckes in den übrigen Arterien des Körpers.

Symptome &
Ursachen

Atemnot, Müdigkeit und Brustschmerzen können auch Anzeichen für Lungenhochdruck sein. Der Druckanstieg kann verschiedene Ursachen haben. So kann es zu einer aktiven Gefäßverengung durch das Zusammenziehen der Muskelzellen in der Gefäßwand kommen. Auch die Zerstörung eines größeren Anteiles von Lungengefäßen bei schweren Lungenerkrankungen oder die Verlegung von Lungengefäßen durch Blutgerinnsel sind mögliche Ursachen des Druckanstieges, da dann die gesamte Blutmenge durch die verbliebenen offenen Gefäße fließen muss. In einigen Fällen ist eine Verdickung der Gefäßwand der Auslöser. Die zugrundeliegenden Veränderungen führen zu einer Störung des Bluttransportes durch die Lungen und damit der Sauerstoffaufnahme. Darüber hinaus führt der steigende Druck in den Lungengefäßen zu einer immer größeren Belastung der rechten Herzkammer, die dadurch im Verlauf der Erkrankung geschädigt werden kann. Die unterschiedlichen Formen des Lungenhochdruckes unterscheiden sich erheblich in ihren Auswirkungen, dem weiteren Verlauf und den therapeutischen Erfordernissen und Möglichkeiten. 

Diagnose

Die unklaren Symptome bei Lungenhochdruck sorgen dafür, dass die Diagnose oft mit Verspätung erfolgt. EKG, Röntgen von Herz und Lungen sind Teil der Diagnosefindung. Oftmals stellen erst Kardiolog:innen die Erkrankung durch eine Herzultraschalluntersuchung fest. Die weitere Einordnung der zugrundeliegenden Ursachen bedarf in der Regel einer Zusammenarbeit mehrere Fachdiziplinen einschließlich der Lungenheilkunde. Auch eine Rechtsherzkatheteruntersuchung gehört in aller Regel zur Erstuntersuchung der Erkrankung Lungenhochdruck.

Behandlung

Erst nach einer genauen Einordnung der Form des Lungenhochdruckes lässt sich die bestmögliche Behandlung festlegen. Es stehen verschiedene Medikamente zur Verfügung, die eine Verbesserung der Beschwerden bewirken, das Fortschreiten der Erkrankung verzögern und damit die Überlebenschancen erhöhen können. Auch eine Therapie mit Sauerstoff und eine häusliche Beatmungstherapie können in vielen Fällen bei pulmonaler Hypertonie zu einem günstigen Krankheitsverlauf beitragen. Operative Maßnahmen bleiben speziellen Fälle des Lungenhochdruckes vorbehalten.


 

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