Gesundheitsgeschichten

 

Früh erkannt, schnell gebannt

HANSE Studie hat bei ersten Probanden bereits Lungenkrebserkrankung rechtzeitig aufgedeckt

Optimale Versorgung
durch zertifiziertes
Lungenkrebszentrum

Es war reiner Zufall, dass Hillo-Wilfried Markert im Herbst 2021 im Internet die Information las, dass die HANSE Studie und ihr Schirmherr Dr. Eckart von Hirschhausen zu einer kostenfreien Lungenkrebs-Vorsorge einladen. Angesichts von zwei Krebsfällen direkt in der Familie bei Vater und Bruder und dem Umstand, dass er bereits zu Bundeswehrzeiten zu rauchen begonnen hatte, dachte sich der Rentner aus Ahrensburg, dass eine kostenfreie Vorsorge doch sinnvoll sei. Online füllte er den Fragebogen unter www.hanse-lungencheck.de aus und war positiv überrascht als er die Einladung zum Screening in der LungenClinic Grosshansdorf für den 29. November erhielt.

Kostenfreie Vorsorge
kann Leben retten

Als dann wenige Tage später ein Anruf eines Arztes folgte, er möge doch bitte Mitte Dezember zur Bronchoskopie erscheinen, da man auf dem CT eine Auffälligkeit entdeckt habe, wurde Hillo-Wilfried Markert bewusst, dass die aus „Jux und Tollerei“ erfolgte Vorsorgeuntersuchung plötzlich für ihn im Verdacht auf Lungenkrebs mündete. Und die im Rahmen der Bronchoskopie erfolgte Gewebeprobe ergab den Befund eines großzelligen Lungenkarzinoms und machte aus einem Verdacht dann bitteren Ernst. Immerhin ergab das PET/CT, das die Positronen-Emissions-Tomographie (PET) und die Computertomographie (CT) in einem Gerät kombiniert, in einer Hamburger Praxis Ende Dezember insoweit Entwarnung, dass der Krebs noch nicht gestreut hatte. Doch der Start ins neue Jahr 2022 war von einem mehr als mulmigen Gefühl geprägt. Mitte Januar erfolgte dann in der LungenClinic Großhansdorf die Entfernung des Tumors. 18 Millimeter im rechten Oberlappen nahm das Karzinom ein, zum Glück waren keine Lymphknoten an der Erkrankung beteiligt.

Vier Wochen nach der OP eilt der 1944 Geborene atemlos ans Telefon. Auf die Frage, ob die OP ihn so mitgenommen habe, lacht der Senior amüsiert. Nein, er habe gerade im Garten gearbeitet und außerdem habe er noch Termine gehabt. Er sei halt Renter, da habe man wenig Freizeit, greift er selbst mit schelmischer Stimme das Klischee auf. Er habe noch einmal Glück im Unglück gehabt und der Lungenkrebs sei hoffentlich erfolgreich und rechtzeitig entfernt worden. Und all das nur, weil er durch Zufall auf die HANSE Studie gestoßen sei. „Das Screening in der LungenClinic Großhansdorf Ende November 2021 verlief zügig und der OP-Aufenthalt im Januar 2022 war angenehm“, lobt Markert die LungenClinic. „Besonders die Freundlichkeit der Ärzte und Schwestern ist mir in besonderer Erinnerung. Ärzte und Schwestern waren immer hilfsbereit und auskunftsfreudig, zu jeder Zeit.“

Zum Glück des Ahrensburgers waren noch
keine Lymphknoten an der Erkrankung beteiligt 

„Die HANSE Studie ist die einzige Studie in Norddeutschland, in der wir Probanden, die aufgrund ihres Alters und ihrer Rauchvorgeschichte ein erhöhtes Risiko für eine Lungenkrebserkrankung haben, eine kontrollierte Früherkennung mit einem sehr modernen Niedrigdosis CT und eine optimale Versorgung in einem zertifizierten Lungenkrebszentrum anbieten, falls aufgrund des CT-Befundes eine weitere Abklärung erforderlich ist oder sogar der Verdacht auf eine Krebserkrankung besteht“, erklärt Prof. Dr. Martin Reck das Ziel der HANSE Studie. Zusätzlich zur Krebsfrüherkennung würde im Rahmen der HANSE Studie auch auf die Struktur der Lunge und die Verkalkung der Herzkranzgefäße geschaut. „Ich habe die Hoffnung, dass wir mit der HANSE Studie es schaffen, die Früherkennungsrate von Lungenkrebs deutlich zu erhöhen und damit auch mehr Menschen die Chance auf Heilung zu geben“, so der Chefarzt Reck abschließend.

 

HANSE-Studie

 

Im Rahmen der HANSE-Studie (Holistic implementation study Assessing a Northern German interdisciplinary lung cancer Screening Effort) untersucht die LungenClinic Grosshansdorf gemeinsam mit der Medizinischen Hochschule Hannover und dem Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (Campus Lübeck), ob eine Lungenkrebs-Früherkennung mittels Niedrig-Dosis-Computertomographie möglich ist. Alle drei Institutionen sind Partner im Deutschen Zentrum für Lungenforschung (DZL). Insgesamt 12.000 Personen im Alter zwischen 55 und 79 Jahren, die früher geraucht haben oder immer noch rauchen und somit ein erhöhtes Risiko für Lungenkrebs besitzen, nehmen über zwei Jahre hinweg teil. Freiwillige können sich unter www.hanse-lungencheck.de melden. Die Studie erhält eine Förderung von AstraZeneca.


 

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