Ärzte der LungenClinic Grosshansdorf empfehlen kontinuierliche Behandlung bei Lungenkrebs in Zeiten der Covid-19-Pandemie

28. Juli 2020

Prof. Martin Reck

Zum Welt-Lungenkrebstag am 1. August

Großhansdorf, 28. Juli 2020. Jährlich erhalten rund 55.000 Menschen in Deutschland die Diagnose Lungenkrebs, Tendenz steigend. Das Bronchialkarzinom gehört zu den prognostisch ungünstigen Tumoren, was sich in einer niedrigen relativen 5-Jahres-Überlebensrate von rund 21 Prozent bei Frauen und 15 Prozent bei Männern ausdrückt . In der aktuellen Situation der Corona-Pandemie raten Ärzte dringend dazu, die bestehende Behandlung bei Patienten nicht zu unterbrechen, sondern unter engmaschiger Beobachtung fortzusetzen. Prof. Martin Reck, Chefarzt der Onkologie an der LungenClinic Grosshansdorf, ist Mit-Autor eines international veröffentlichten Papiers, das Empfehlungen zur Diagnostik und Behandlung von Lungenkrebs während der Covid-19-Pandemie gibt.

„Die Herausforderung ist, Krebspatienten vor einer Covid-19-Infektion zu schützen und gleichzeitig ihre Behandlung sicherzustellen“, so Prof. Reck, der mit internationalen Kollegen das Papier der European Society for Medical Oncology (ESMO) erarbeitet hat. Es befasst sich mit Diagnose-stellung, Behandlung als auch Nachsorge des Lungenkarzinoms während der Covid-19-Pandemie. Demnach sollte eine von mehreren Faktoren abhängige Priorisierung vorgenommen werden. Diese beruht auf der Abwägung der Dringlichkeit einer Krebsbehandlung auf der einen Seite und der Gefahr einer Corona-Infektion auf der anderen. Bei Patienten mit einer lebensbedrohlichen Erkrankungssituation - was generell bei neu entdeckten Lungenkrebserkrankungen der Fall ist - kann die Behandlung nicht aufgeschoben werden. Ist der Patient stabil und die Erkrankung behandelt bzw. kontrolliert, sollten andere Parameter mit einbezogen werden. Hier könne der Schutz vor einer Infektion im Vordergrund stehen. Ebenfalls berücksichtigt werden muss der möglicherweise immunsupprimierende Einfluss einer Therapie wie zum Beispiel einer Chemotherapie und die unter Umständen beträchtliche Einschränkung des Gesamtzustandes durch eine Covid-19 Infektion. „Hier ist es notwendig, die diagnostischen Möglichkeiten möglichst sinnvoll einzusetzen, um frühzeitig eine Covid-19-Infektion bei Lungenkrebspatienten zu erkennen“, so Prof. Reck. Bei Patienten mit Husten und Luftnot wird daher beispielsweise eine frühzeitige Diagnostik per Computertomographie empfohlen.

„Covid-19 ist kein Grund, einem Patienten mit Lungenkrebs nicht die optimale und modernste Behandlung zukommen zu lassen“, so der Experte weiter. „Der Patient mit Lungenkrebs steht weiterhin im Mittelpunkt auch in der Corona Pandemie. Genauso handeln wir in der LungenClinic Grosshansdorf: Wir schränken keine Behandlung ein und behandeln jeden Patienten so wie es erforderlich ist.“

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