Asthma in Zeiten von SARS-CoV-2: Bei gut eingestellten Therapien kein erhöhtes Risiko für schwere Erkrankung an Covid 19

5. Mai 2020

Die neue Lungenkrankheit Covid 19 macht Menschen mit pneumologischen Vorerkrankungen Angst. Bei Asthmapatienten gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass Patienten mit Asthma ein höheres Risiko für schwere Covid-19-Verläufe haben.

„Wir haben in dieser Zeit natürlich verstärkt besorgte Anfragen unserer Patienten, wie sehr sie im Zusammenhang mit dem neuen Corona-Virus gefährdet sind“, so  Prof. Klaus F. Rabe, Ärztlicher Direktor der LungenClinic Grosshansdorf und Chefarzt der Pneumologie. „Wichtig ist eine gut eingestellte Inhalationstherapie. Sie sollte jetzt nicht plötzlich geändert oder sogar abgebrochen werden“, so der Experte.

Für Verunsicherung bei Asthmapatienten sorgten Aussagen, dass auf Kortison basierende Asthma-Medikamente bei einer möglichen Erkrankung an Covid-19 den Verlauf negativ beeinflussen könnten. „Aktuell gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass eine Therapie mit inhalativen Steroiden (ICS) bei leichtem bis schwerem Asthma das Risiko schwerer Covid-19-Verläufe steigert“, erklärt Prof. Rabe. Da ICS generell das Risiko einer Verschlechterung der Asthmaverlaufs senken, wird hier vielmehr ein protektiver Effekt vermutet. Die inhalative Therapie, insbesondere auch die Therapie mit ICS, sollte daher bei gut eingestelltem Asthma während der SARS-Cov-2-Pandemie unverändert und konsequent fortgeführt werden.

„Patienten, die entsprechend gut eingestellt sind und keine akuten Erkrankungszeichen haben, können meiner Einschätzung daher auch beruhigt am öffentlichen Leben teilnehmen, selbstverständlich immer unter Einhaltung der empfohlenen Hygienemaßnahmen“, so Prof. Rabe.

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