Weaning

Seit über 20 Jahren beschäftigen wir uns mit dem Problem der prolongierten Beatmungsentwöhnung. Im Jahr 2002 wurde bei zunehmenden Fallzahlen eine eigene spezielle Einheit eingerichtet, in der Patienten mit multifaktoriellen Weaningproblemen behandelt werden können. Neben insbesondere auch atemmuskelphysiologischen Beatmungskonzepten besteht ein Schwerpunkt in physiotherapeutischen Therapien inklusive der Mobilisation und Gehtraining mit Beatmung auch außerhalb des Krankenzimmers. Ermöglicht wird dies u. a. durch den Einsatz von sehr kleinen transportablen leistungsstarken Intensivrespiratoren und der Zusammenarbeit von Physio- und Atmungstherapeuten.

Von immenser Bedeutung ist auch die nahezu regelhaft angewendete nicht invasive Beatmung im Rahmen des Weanings. Durch diese und andere supportive Maßnahmen gelingt es, einen Großteil der Patienten von der invasiven Beatmung zu entwöhnen. Ein nicht unerheblicher Teil der Patienten benötigt aufgrund chronischer Krankheiten nachfolgend eine intermittierende nicht invasive Beatmung für den außerklinischen Bereich. Dies wird unmittelbar im Anschluss an den Intensivstationsaufenthalt auf der Spezialstation für außerklinische Beatmung eingeleitet und die Patienten werden auch langfristig nach betreut.

Mitarbeiter der LungenCliinic Grosshansdorf haben mitverantwortlich an der Entwicklung des Kompetenznetzwerkes „Weannet“ mitgearbeitet, in der es um die Akkreditierung von pneumologischen Weaningzentren geht. Ebenso wird aktiv an der Erstellung der Leitlinie zur prolongierten Beatmungsentwöhnung mitgearbeitet.

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