Pneumologische Intensivmedizin

Die Intensivmedizin hat im Bereich der Pneumologie eine zunehmend große Bedeutung. Während vor 20 Jahren nur in wenigen pneumologischen Zentren größere intensivmedizinische Einheiten unabhängig von der postoperativen thoraxchirurgischen Versorgung bestanden, hat sich durch die zentrale Bedeutung einer effizienten und gleichzeitig schonenden Lungenventilation bei vielen intensivmedizinischen Krankheitsbildern der zunehmend differenzierte Bereich der pneumologischen Intensivmedizin entwickelt. Hier kommen die modernsten Konzepte im Bereich der invasiven und akuten nicht invasiven Beatmung sowie der prolongierten Beatmungsentwöhnung zum Einsatz.

Die Beatmung hat sich damit zu einer Kernaufgabe im Bereich unserer Intensivstation entwickelt. Die überwiegenden Ursachen sind akute und chronische pulmonale und kardiale Erkrankungen, häufig kombiniert, so dass hier die pneumologische als auch die kardiologisch Expertise benötigt wird. Insbesondere Patienten mit obstruktiven Atemwegserkrankungen und Lungengerüsterkrankungen profitieren von einer möglichst frühzeitigen fachpneumologischen intensivmedizinischen Betreuung.

Eine zwanzigjährige Erfahrung mit nicht invasiven Beatmungstechniken (NIV) ermöglicht es uns, nach herkömmlichen Kriterien nicht extubierbare Patienten, auf eine NIV zu transferieren oder eine Intubation zu vermeiden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt in einem umfangreichen Sekretmanagement mit spezieller Physiotherapie durch ein sehr erfahrenes Team, oft mehrfach täglicher endoskopischer Sekretabsaugung (ca. 2.000 Bronchoskopien jährlich auf der Intensivstation), eine differenzierte Inhalationstherapie und spezifischen assistierenden Verfahren wie der In- und Exsufflationsbehandlung.

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