Berufskrankheiten

In unserer Klinik besteht eine langjährige Erfahrung in der Diagnostik und Therapie arbeitsmedizinisch–pneumologischer Krankheitsbilder. Unser wissenschaftliches Interesse ist auf die Auswirkungen inhalativer Belastungen für die Atmungsorgane gerichtet. In Auftrage der zuständigen Unfallversicherungsträger führen wir gutachterliche Untersuchungen bezüglich berufsbedingter Atemwegserkrankungen durch und werden auch von Sozialgerichten mit der gutachterlichen Einschätzung pneumologischer Krankheitsbilder beauftragt.

Im Einzelnen führen wir Untersuchungen zu folgenden Berufskrankheiten durch
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Beschwerden und Erkrankungen der Atmungsorgane werden oft auch mit beruflichen Tätigkeiten in Verbindung gebracht. Entstehen Erkrankungen durch berufliche Intensivierung von auch im Alltag vorkommenden Belastungen können sie aus medizinischer Sicht arbeitsbedingt sein, ohne dass damit zwangsläufig auch eine Berufskrankheit (BK) vorliegt.

„Berufskrankheit“ ist ein Rechtsbegriff und kein medizinischer Terminus. Nach §9 Abs. 1 SGB VII sind Berufskrankheiten definiert als „Erkrankungen, die die Bundesregierung in der Berufskrankheiten -Verordnung mit Zustimmung des Bundesrates als Berufskrankheiten bezeichnet und die im Rahmen einer den Versicherungsschutz der gesetzlichen Unfallversicherung begründenden Tätigkeit erworben wurden“. In die Verordnung werden nur solche Krankheiten aufgenommen, die nach den Erkenntnissen der medizinischen Wissenschaft durch besondere Einwirkungen verursacht sind, denen bestimmte Personengruppen durch ihren Beruf in erheblich höherem Grade als die übrige Bevölkerung ausgesetzt sind.

Alle anerkannten Berufserkrankungen sind in der so genannten Berufskrankheitenliste zusammengefasst. 
In Deutschland sind Ärzte und Arbeitgeber gesetzlich verpflichtet, den Verdacht auf das Vorliegen einer Berufskrankheit an die Berufsgenossenschaft oder die Unfallkasse zu melden. Dazu werden standardisierte Formulare verwendet. Betroffene können sich aber auch direkt an die Unfallversicherungsträger wenden, wenn sie meinen, an einer Berufskrankheit zu leiden. Die Prüfung, ob eine Berufserkrankung vorliegt, ist Aufgabe der Unfallversicherungsträger.

Im so genannten Berufskrankheitenverfahren werden seitens des technischen Aufsichtsdienstes des zuständigen Unfallversicherungsträgers die konkreten, schädigenden Einwirkungen im Rahmen einer versicherten Tätigkeit ermittelt. Den medizinischen Sachverständigen kommt die Aufgabe zu, die Art der Erkrankung eindeutig zu benennen und zu beurteilen, ob zwischen der beruflichen Einwirkung und der Erkrankung ein rechtlich wesentlicher, ursächlicher Zusammenhang besteht. In der Regel schlagen die Berufsgenossenschaften vor der Beauftragung dem Versicherten nach § 200 Abs. 2 SGB VII drei Gutachter zur Auswahl vor. Die/der Versicherte kann auch selbst einen Gutachter vorschlagen.


Eine Begutachtung beinhaltet neben dem gründliche Aktenstudium, ein ausführliches Gespräch mit der betroffenen Person sowie oftmals laborchemische, lungenfunktionelle und ggf. auch radiologische Untersuchungen, im Einzelfall auch Endoskopien, Lungenstaubanalysen, Allergietestungen, nasale und bronchiale Provokationstestungen teilweise in Form arbeitsplatzbezogene Provokationstests, z. B. bei Bäckern, Schweißern oder Friseuren.
 Die Anerkennung einer Berufserkrankung erfolgt ggf. durch den Unfallversicherungsträger auf Grundlage aller Untersuchungsergebnisse.


Ansprechpartner

Prof. Dr. med. K. F. Rabe
Ärztlicher Direktor

Dr. med. M. Claussen
Ltd. Oberarzt Pneumologie



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d.guenzler(at)lungenclinic.de

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