Sarkoidose

Die Sarkoidose ist eine Erkrankung noch nicht geklärter Ursache, bei der sich im Bindegewebe der betroffenen Organe mikroskopisch kleine Knötchen, so genannte Granulome bilden. In 90 % der Fälle sind Lunge und Lymphknoten beteiligt, prinzipiell kann aber jedes Organ betroffen sein. Entsprechend vielgestaltig kann sich die Krankheit präsentieren.

Die Sarkoidose gehört mit ca. 50 bis 60 Erkrankungen pro 100.000 Einwohner in Deutschland zu den eher seltenen Erkrankungen. Sie kann in jedem Lebensalter auftreten, einen Erkrankungsgipfel findet man zwischen dem 25. und 40. Lebensjahr. Häufig bestehen Allgemeinsymptome wie Müdigkeit, Leistungsschwäche, Gewichtsverlust oder Fieber. Organbeschwerden treten in Abhängigkeit von der Zahl und Verteilung der Bindegewebsknötchen auf, bei der Lunge zum Beispiel in Form von Husten oder Atemnot bei körperlicher Anstrengung. Die Hälfte der Betroffenen ist aber beschwerdefrei.


Man unterscheidet eine akute von einer chronischen, also anhaltenden, Verlaufsform. Bei der akuten Sarkoidose kommt es oft zu plötzlichen starken Gelenkschmerzen im Bereich der Sprunggelenke, schmerzhaften braunroten Hautverdickungen an der Streckseite der Unterschenkel und Allgemeinsymptomen wie Müdigkeit und körperlicher Schwäche. Die Beschwerden bilden sich in der Regel nach 4 - 8 Wochen spontan zurück und bedürfen nur einer die Symptome lindernden Behandlung. Die Beschwerden einer chronischen Sarkoidose entwickeln sich dagegen häufig schleichend in Form von Allgemeinsymptomen und / oder Funktionsstörungen der betroffenen Organe. Die Diagnose kann durch eine mikroskopische Untersuchung von Gewebsproben aus befallenen Organen gesichert werden.

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