Pleuraerguss (Rippenfellerguss)

Als Pleuraerguss wird die deutlich nachweisbare Ansammlung von Flüssigkeit zwischen Rippenfell und Lunge bezeichnet. Durch die Flüssigkeit wird die Lunge zusammengedrückt und die Atmung je nach Ausmaß des Ergusses zunehmend erschwert. Dabei werden häufig erst größere Ergussmengen von über einem halben Liter oder sogar einem Liter bemerkt, besonders wenn sich die Ansammlung langsam entwickelt. 


Die Gründe für einen Pleuraerguss können vielfältig sein. Neben einer Herzschwäche sind entzündliche und bösartige Erkrankungen häufig. Zur Diagnostik muss der Erguss fast immer mit einer feinen Nadel punktiert werden. Die Untersuchung der Flüssigkeit auf ihre chemische Zusammensetzung, auf Krankheitserreger wie Bakterien oder die mikroskopische Betrachtung der Zellen im Erguss ergeben in der Regel die Krankheitsursache. Ist sie nicht eindeutig diagnostizierbar, sollte mit einer Spezialnadel oder mittels einer kleinen Operation eine Probe vom Rippenfell gewonnen werden. Bei bösartigen Erkrankungen kann gegebenenfalls in der gleichen Sitzung die Lunge mit der Thoraxwand verklebt werden (Pleurodese). Damit soll die Neubildung des Pleuraergusses verhindert werden, die Ausdehnung der Lunge bleibt erhalten.

Mitglied in: