Obesitas Hypoventilation
(Minderatmung durch Übergewicht)

Stark übergewichtige Menschen (Obesitas = Fettsucht) können unter einer eingeschränkten Atmung (Hypoventilation) leiden. Dabei behindert die Leibesfülle die Atmung, beispielsweise das Heben und Senken des Zwerchfelles. Im Liegen können die Atemwege zusammengedrückt werden. Während bei der Schlafapnoe die Atmung am Tag normal ist und sich nur im Schlaf Atemaussetzer einstellen, ist bei der Obesitas-Hypoventilation die Atmung auch im Wachzustand erkennbar beeinträchtigt.

Die Erkrankung wird mit Hilfe einer Blutgasanalyse vom Lungenfacharzt festgestellt. Dabei wird zwischen Patienten mit nächtlichen Atempausen und Patienten mit einer dauerhaft zu flachen Atmung unterschieden. Diese, für die Behandlung sehr wichtige, Differenzierung kann nur im Schlaflabor festgestellt werden. Eventuell ist daher nach einer ambulant durchgeführten, nächtlichen Untersuchung eine weiterführende Diagnostik im Schlaflabor erforderlich, in dem auch die richtige Therapieform festgelegt und begonnen werden kann.

Typische Symptome dieser Erkrankung sind neben Tagesmüdigkeit oft zunehmende Luftnot unter Belastung oder im Liegen sowie Wasseransammlungen in den Beinen.

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