Neuromuskuläre Erkrankungen (Muskelschwund)

Unter neuromuskuläre Erkrankungen versteht man verschiedene Erkrankungen, in deren Verlauf die Muskelkraft abnimmt. Der Muskelschwund kann durch eine Erkrankung der Muskulatur selbst verursacht sein. Dazu gehören Erkrankungen wie die „Muskeldystrophie Duchenne“. Mittlerweile sind über 600 Arten von Muskelerkrankungen bekannt. Die meisten sind erblich bedingt und sehr selten. Auch Erkrankungen des Nervensystems können zu einer Abnahme der Muskelkraft führen. Hier ist die Ansteuerung der Muskeln durch die Nerven gestört. Die bekannteste und häufigste Erkrankung dieser Gruppe ist die Amyotrophe Lateralsklerose (ALS), an der z. B. Stephan Hawkings erkrankt ist.

Beiden Erkrankungsgruppen gemeinsam ist eine meist zunehmende Muskelschwäche, die auch die Atemmuskulatur betreffen kann und die Atmung erschwert. Die Atemprobleme treten oft schleichend auf und werden daher nicht immer sofort erkannt. Im Rahmen von Atemwegsinfekten wie einer einfachen Erkältung kann es dann aber plötzlich zu einer bedrohlichen Atem- und Hustenschwäche kommen. Ziel der Betreuung von Patienten mit einer neuromuskulären Erkrankung muss daher sein, die Atemmuskelschwäche möglichst früh zu erkennen, um rechtzeitig eine Behandlung einleiten zu können. Dazu muss in der Regel die Atmung auch nächtlich gemessen werden.

Wer bereits Probleme mit dem Abhusten hat, zunehmend müde ist oder häufiger mit Kopfschmerzen aufwacht, sollte sich unbedingt auf eine Atemmuskelschwäche untersuchen lassen. Dazu sind einige Spezialuntersuchungen erforderlich, die nur in den entsprechenden Zentren regelhaft durchgeführt werden können. Das Krankenhaus Grosshansdorf betreut seit zwanzig Jahren Patienten mit neuromuskulären Erkrankungen und bietet alle notwendigen diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen an.

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