Asthma bronchiale (erschwerte Atmung)

Asthma (griech. für Beklemmung, Enge, erschwerte Atmung) bronchiale ist eine chronische, entzündliche Erkrankung der Atemwege (Bronchien). In vielen Fällen wird die Erkrankung durch Allergien verursacht, die zu einer Entzündungsreaktion der Bronchien durch eingeatmete Fremdstoffe (z. B. Pollen, Milben, Tierhaare) führen („allergisches Asthma bronchiale“). Auch virale Infekte scheinen die bleibende Entzündungsreaktion auszulösen. Manchmal aber sind die Auslöser gar nicht ersichtlich („nicht allergisches Asthma bronchiale“).

Ob ein Mensch erkrankt oder nicht, hängt von der angeborenen Bereitschaft der körpereigenen Abwehrmechanismen ab, eine Entzündungsreaktion dauerhaft auszubilden. Als Folge der Entzündung kommt es in den Atemwegen zu einer Schleimhautschwellung, zu einer vermehrten Bildung von zähem Schleim und zu einer Überempfindlichkeit der Bronchien. Durch ganz unterschiedliche äußerliche Reize (z. B. Kälte, Nebel, Rauch, Allergene) kann es zu einer wechselnd ausgeprägten, krampfartigen Verengung der Bronchien kommen. Diese kann sich als Anfall äußern, der mit Husten, pfeifenden Atemgeräuschen, Brustenge und Luftknappheit bis hin zu starker Luftnot und Erstickungsgefühlen einhergehen kann.

Typisch für ein Asthma bronchiale ist, dass die Beschwerden unterschiedlich stark ausgeprägt sind. Zu diesem Wechsel kann es von selbst (spontan) oder nach Einnahme von Medikamenten kommen, die die Bronchien erweitern. Beschwerdefreie Zeiträume können sich mit Phasen von Atemknappheit oder plötzlich auftretender, schwerer Luftnot, einem akuten Asthmaanfall, abwechseln.
Asthma ist bislang nicht heilbar. Es kann jedoch durch Medikamente, durch die Vermeidung der im Einzelfall bedeutsamen Auslöser und durch bestimmte Atemtechniken meist gut behandelt werden Rund 5 % der Erwachsenen und 7 bis 10 % Prozent der Kinder leiden an Asthma bronchiale.

Mitglied in: