LungenClinic Grosshansdorf eröffnet feierlich interdisziplinäre Palliativstation

6. Oktober 2016

Die Zimmer der interdisziplinären Palliativstation sind hell und freundlich gestaltet.

Ab heute ergänzen zehn Betten in der neu geschaffenen, interdisziplinären Palliativstation das Versorgungsangebot der LungenClinic Grosshansdorf. Somit können Patienten zukünftig noch individueller betreut werden. In einer feierlichen Zeremonie wurde gestern Abend die Station eröffnet.


Die vier Zweibett- und zwei Einbettzimmer sind die konsequente Fortsetzung des medizinischen Betreuungsangebots der auf Lungenerkrankungen spezialisierten Klinik im Norden Hamburgs. Ein multiprofessionelles Team aus Ärzten, Pflegekräften, Physio-, Atem- und Psychotherapeuten, Seelsorgern sowie Sozialarbeitern gewährt den Patienten eine 24-Stunden-Versorgung. Im Mittelpunkt steht dabei eine aktive, ganzheitliche Behandlung, die die Symptome der Patienten kontrolliert und bei Bedarf auf modernste therapeutische Verfahren zur Behandlung von zum Beispiel Luftnot oder Schmerzen zurückgreifen kann.

„Wir sind stolz darauf, mit unserer eigenen Expertise diese Palliativstation aufgestellt zu haben“, so Prof. Dr. med. Klaus F. Rabe, Medizinischer Geschäftsführer und Ärztlicher Direktor der LungenClinic Grosshansdorf. „Zumal Schleswig-Holstein palliativ unterversorgt ist. Jetzt können wir Ansprechpartner für Ärzte und Spezialpflegedienste in unserem Einzugsgebiet sein, wo es bislang noch keine stationäre Palliativversorgung gab.“


Rund 150 Vertreterinnen und Vertreter aus dem Gesundheitsbereich, der Politik, Wirtschaft, Medien und benachbarten Krankenhäusern waren der Einladung gefolgt und nahmen die Möglichkeit wahr, im Anschluss an die Veranstaltung die neuen Räumlichkeiten zu besichtigen.


„Die LungenClinic Grosshansdorf nimmt als hochspezialisierte Fachklinik eine wichtige Aufgabe bei der Versorgung von Menschen mit schweren Erkrankungen der Lunge, des Brustkorbs und der Atemwege wahr. Die interdisziplinäre Palliativstation trägt dazu bei, dass unheilbar erkrankte Patientinnen und Patienten noch besser behandelt werden können, um ihnen ein möglichst selbstbestimmtes Leben und eine Linderung ihrer Schmerzen und Ängste zu ermöglichen“, so Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks, die ein Grußwort am Abend sprach.

Großhansdorfs Bürgermeister Janhinnerk Voß stellte fest: „Ich freue mich über die nochmalige Verbesserung des Angebots für die Patientinnen und Patienten, zeigt es doch einmal mehr, wie innovativ die LungenClinic ist.“

Das pflegerische Angebot der Palliativstation umfasst eine aktivierende oder begleitend-therapeutische Pflege durch im Palliativbereich qualifiziertes Personal. Das Team hält eine Pain Nurse vor und kann neben physiotherapeutischen Behandlungen beispielsweise auch eine Aromatherapie anbieten. Darüber hinaus stehen nicht nur den Patienten, sondern auch deren Angehörigen Mitarbeiter des hauseigenen Sozialdienstes zur Verfügung, der beispielsweise Unterstützung bei der Organisation der Anschlussversorgung nach dem stationären Aufenthalt bietet oder bei sozial-rechtlichen Fragen berät. Auch eine Psychologin sowie eine Krankenhausseelsorgerin stehen den Patienten und ihren Angehörigen zur Seite. Nicht zuletzt kann das klinikinterne Ethikkomitee angefragt werden, wenn Beratung in medizinischen Grenzfällen gewünscht ist.

Dr. med. David F. Heigener, Oberarzt und Palliativmediziner der Station, freut sich: „Wir betreiben bereits seit Jahrzehnten Palliativmedizin. Unsere Patienten haben sehr viele pneumologische Erkrankungen wie Karzinome, Fibrosen oder auch COPD, die nicht heilbar sind und die Lebenserwartung teilweise deutlich einschränken. Bislang konnten wir diese Patienten palliativ mit unserem spezialisierten Palliativ Care Team versorgen. Die Einrichtung einer eigenen Station gibt uns jetzt noch bessere Möglichkeiten der Betreuung.“

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