Gesundheitsministerin Kristin Alheit zeigt sich bei ihrem ersten Besuch in der LungenClinic Grosshansdorf beeindruckt

9. September 2015
Susanne Quante, Gesundheitsministerin Kristin Alheit und Prof. Klaus F. Rabe vor dem Eingang der LungenClinic Grosshansdorf (vlnr.)

Susanne Quante, Gesundheitsministerin Kristin Alheit und Prof. Klaus F. Rabe vor dem Eingang der LungenClinic Grosshansdorf (vlnr.)

„Die LungenClinic Grosshansdorf ist eine spannende, hoch spezialisierte Klinik mit einem gigantischen Ausblick in die Natur“, das war das Fazit von Kristin Alheit, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Wissenschaft und Gleichstellung in Schleswig Holstein, nach ihrem gestrigen Besuch in Großhansdorf. Besonders beeindruckt war sie vom freundlichen Personal der LungenClinic und den beiden neuen, hochmodernen Operationssälen, die zu gleichen Teilen von den Ländern Schleswig-Holstein und Hamburg finanziert wurden und erst vor einem Jahr in Betrieb gegangen sind. „Man spürt, dass die Menschen hier gerne arbeiten. Dazu trägt sicherlich auch der offene Blick vom OP durch die große Fensterfront bei“, so die Ministerin.

Den Blick nach draußen in die weite Parklandschaft der LungenClinic konnte sie dann noch einmal aus dem achten Stock in einem leeren Patientenzimmer bewundern. Im Gespräch mit Prof. Dr. Klaus F. Rabe, dem ärztlichen Geschäftsführer und Ärztlichen Direktor der Klinik, und Susanne Quante, der seit Juli amtierenden Kaufmännischen Geschäftsführerin, ging es bei dem ersten Besuch der Ministerin in der LungenClinic dann aber um mehr als erste Eindrücke. Diskutiert wurde über Volkskrankheiten wie Lungenkrebs, Asthma und COPD, der chronisch obstruktiven Lungenerkrankung, über die in der LungenClinic betriebene Forschung, die regionale Vernetzung als größter Arbeitgeber Großhansdorfs und die Bedeutung der LungenClinic für den gesamten norddeutschen Raum.

„424 Mitarbeiter mit einem vergleichsweise hohen Anteil an Fachärzten arbeiten in der LungenClinic“, so Susanne Quante. Prof. Rabe als Koordinator und Direktor des schleswig-holsteinischen Standorts innerhalb des Deutschen Zentrums für Lungenforschung (DLZ) hob die hohe Bedeutung der Forschung hervor: „Wir forschen schwerpunktmäßig über häufig vorkommende Erkrankungen und zwar mit einem Ziel – die Ergebnisse müssen den Patienten dienen.“ Insgesamt mehr als tausend Publikationen haben der Standort Schleswig-Holstein und die anderen vier Regionen des DLZ inzwischen herausgegeben. Interessiert zeigte sich die Ministerin auch an den Maßnahmen zur Unterstützung für Mitarbeiter, beispielsweise durch die Kita der LungenClinic.

Auch die aktuelle Flüchtlingswelle nach Deutschland spielte eine Rolle, besonders die Engpässe bei der gesundheitlichen Erstuntersuchung in den Zentralen Erstaufnahmestellen. Auch wenn Tuberkulose nicht hochgradig ansteckend sei, gäbe es doch ein Gefährdungspotenzial, gerade weil die ankommenden Menschen nach langen Fußmärschen über einen längeren Zeitraum enggedrängt leben müssten, so Prof. Rabe. Zur Lösung dieser Probleme bot er die fachliche Unterstützung  der LungenClinic bei der Behandlung der Flüchtlinge und der Entwicklung eines Gesundheitsplanes an.

 

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